Zur alpinen Rundwanderung ab Nante (Airolo) über die Pässe Passo Sassello und Passo dei Sassi wurde ich während Skitagen in Airolo-Pesciüm inspiriert. Eigentlich wollte ich mit der Luftseilbahn nach Pesciüm fahren, aber Saisonschluss ist bereits Mitte September. So starte ich also 300 Höhenmeter tiefer in Nante (1420 m), einem kleinen Dörfchen oberhalb Airolo. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Der Wanderweg führt zur Alpe di Ravina. Jetzt, am 20. September 2026, tragen die Lärchen noch ihr sommerlich grünes Nadelkleid. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Der Lago di Ravina (1889 m) versteckt sich hinter den Bäumen. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Dennoch kündet sich der Herbst mit seiner Farbenpracht an, und in der Ferne höre ich zwei Hirsche röhren. Einfach mystisch ... : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU 
Abzweigung zum Lago di Prato - ich nehme den rechten Weg nach oben. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Blick über die Leventina zum Ritomsee (rechts). : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Tief unten der Lago di Prato (2056 m). : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Vom Lago di Prato zieht ein gut ausgebauter Saumpfad zum Passo Sassello hoch. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU 
Auf dem Passo Sassello, 2336 m, der das Lavizzaratal mit der oberen Leventina verbindet. "Leichter begehbar als die nahe gelegenen Pässe Campolungo und Naret, diente der Passo S. v. a. bis zur Eröffnung der Gotthardbahn 1882 dem Warenaustausch zwischen den Bauern der beiden Täler, dem Viehtrieb (im Gebiet befinden sich zahlreiche Alpen) und für die Einwohner des Maggiatals als Zugang zum Gotthard." (Auszug aus dem Historischen Lexikon der Schweiz HLS) : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Blick zu den (Stau-) Seen im hintersten Val Sambuco. Nochmals das Historische Lexikon der Schweiz HLS: "Vor der Schlacht bei Giornico 1478 war die Region strategisch bedeutend, da sie die Grenze zwischen der Einflusssphäre des Herzogtums Mailand (Maggiatal) und den Untertanengebieten der eidg. Orte (Leventina) bildete." : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Auf dem Passo Sassello (2336 m). Jemand hat eine Kamera mit Solarmodul (oben links) installiert ... : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Bis anhin war der Wanderweg problemlos, durchgehend markiert (weiss-rot-weiss), Schwierigkeit T3. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU 
Lago del Sambuco. Die Wegmarkierung Richtung Nordwesten wechselt nun auf weiss-blau-weiss. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Der Weg ist manchmal abschüssig; in einer steilen Rinne geht es 80 Höhenmeter hinunter. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Silbern glitzert der Lago del Sambuco. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Bald erreiche ich die Alp Garzonera 2186 m (Achtung, nicht zu verwechseln mit dem Rifugio Garzonera, welches sich ein paar Wegstunden entfernt befindet). : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU 
Hier verliert sich der Pfad und ich steige in einem weiten Bogen durch eine Grasplangge hoch unter eine Felswand, wo ich verblasste gelbe Markierungen (und weiter oben weiss-rot-weiss) sowie Wegspuren antreffe. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Staumauer des Lago del Náret und Basòdino (3273 m) mit dem Ghiacciaio del Basòdino. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Trotz des schon fortgeschrittenen Jahres treffe ich unterwegs schöne Bergblumen an. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Ganz überraschend sogar Edelweisse, die ich eher in kalkhaltigen Gebieten erwarte. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU 
So, auch der Passo dei Sassi (2553 m) ist geschafft. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Tief unten Airolo. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Der Abstieg durch die Nordflanke ist steil und jetzt im Herbst feucht, da sie vollkommen im Schatten liegt. Ein gut erkennbares und luftiges Weglein führt in vielen Kehren nach unten, dann gibt es eine Querung nach links. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Fast am Ende der Querung hat ein Rutsch (es sieht aus wie nach einem starken Gewitter) feines Geröll, Sand und Erdkrumen auf die plattige Felsflanke verteilt (dunkle Stelle etwas rechts oberhalb der Mitte). Eine etwa 5 m lange und sehr ausgesetzte Stelle hat es in sich, und ich bin wieder einmal froh, dass ich den (Eis-) Pickel dabei habe. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU 
Der Abstieg vom Passo dei Sassi wird mit T4 angegeben, ich würde ihn wegen der Ausgesetztheit (und der erwähnten Stelle) eher mit T5 oder gar T5+ bewerten. Für Gruppen empfehle ich die Tour in umgekehrter Richtung, um selbst verursachten Steinschlag besser im Griff zu haben. Blick zum Gotthardpass. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Nun bin ich definitiv aus dem Schneider und geniesse den Abstieg über Alpweiden entlang des Skilifts nach Pesciüm (1741 m). Weil eben die Bahn bereits Saisonschluss hat, Weitermarsch nach Nante zum Auto. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU  Nante, wo ich vor knapp 6 Stunden gestartet bin. Auf der ganzen Tour bin ich keinem einzigen Menschen begegnet, dafür hörte ich Hirsche röhren, sah Murmeltiere und Birkhühner und entdeckte sogar ein Edelweiss. : Passo Sassello, Passo dei SassiNEU